Rückblick auf eine langjährige Schulpartnerschaft zwischen Ikast-Gymnasium & Jahngymnasium Salzwedel

von M. Malinowski (Koordinator)

Wo liegt Ikast?

Die 14.000 Einwohner-Stadt findet man ganz leicht, denn sie bildet fast den Mittelpunkt der Halbinsel Jütland. Ikast liegt nur ca. 10km westlich an der Stelle, wo sich die wichtige Nord-Süd-Verbindung Aalborg - Viborg – Vejle (B 13) und die Ost-West Verbindung Aarhus – Herning – Ringkoebing (B15) kreuzen. Nächste größere, wunderschöne Einkaufsstädte sind Herning (westlich von Ikast) und Silkeborg (östlich von Ikast) Für eine Fahrt an die Ostseeküste benötigt man fast die gleiche Zeit wie zur Nordseeküste. Ein Ausflug nach Aarhus, der größten Stadt Jütlands (250.00 Einwohner), lohnt sich immer (1 Autostunde). Empfehlenswert ist aber auch die bewaldete und seenreiche Umgebung von Silkeborg, eine halbe Autostunde von Ikast in östlicher Richtung entfernt. Und die rauhe Nordsee darf man natürlich nicht verpassen!

Wie alles begann

Es war einmal eine ehemalige Schülerin des Albert-Schweitzer-Gymnasiums, Anett Guttke aus Salzwedel, die 1993 nach ihrem Auslandsaufenthalt am Gymnasium Ikast der damaligen Schulleitung vorschlug, eine intensive Schulpartnerschaft aufzubauen.

Frau Rafalzyk, Schulleiterin des ehemaligen Albert-Schweitzer-Gymnasiums, gab grünes Licht und bat Herrn F. Rössing und Frau Röhl mit zwei Schülern im März 1993 (Jörg Düngefeldt, Florian Lahmann) nach Ikast zu reisen, um erste Kontaktgespräche zu führen. Auch auf dänischer Seite war das Interesse groß und so konnte der erste Besuch einer deutschen Schülergruppe für Oktober 1993 organisiert werden.

Natürlich wollte sich die 1. Reisegruppe gut präsentieren und so kümmerten sich die Schüler einer 10. Klasse nicht nur um Gastgeschenke, sondern trainierten unter Hilfe der Tanzschule Müller seinerzeit zwei altmärkische Tänze ein. Die passende Garderobe durfte als Leihgabe nicht fehlen. Die Initiatorin Anett Guttke stand ebenfalls bei der Vorbereitung mit Rat und Tat zur Seite. Unter anderem studierte sie mit der Schülerin Doreen Freitag eine dänische Grußansprache ein, die auf der Schulversammlung von allen ca. 500 Schülern am Gymnasium mit tosendem Applaus bedacht wurde. Frau Prehm und ich begleiteten als Lehrkräfte diese erste Fahrt und wurden von unseren dänischen Kollegen ebenfalls herzlich aufgenommen und kulinarisch verwöhnt. Die Schule selbst, räumlich und technisch großzügig ausgestattet, wirkte vom Bau her sehr imposant und einladend auf uns und war in keiner Weise mit unseren Bedingungen vergleichbar. Überrascht waren die Schüler, dass Lehrkräfte, Schulleiter und Schüler sich traditionell duzen, man keine Klausurpläne vorfand, der Unterricht in der Regel später begann (8.15 Uhr) und meistens eher endete. Nicht vorstellbar war aber auch damals, dass noch in der Mehrzweckhalle und in den Sitznischen vor den Unterrichtskabinetten kräftig geraucht werden konnte und Nichtraucher keine Chance hatten dem auszuweichen. Aber auch das war einmal.

Inzwischen ist das Rauchen im Gebäude und in der Turnhalle verboten, ein Klingelzeichen gibt es nicht mehr und alle Unterrichtseinheiten (Module) haben eine Länge von 70min. (ohne Pause). Traditionell gibt es seit 1993 immer noch Schulversammlungen (gegenwärtig in einer neu errichteten Aula), wo alle Schüler aller Jahrgänge mit Lehrern wichtige Höhepunkte im Schulablauf besprechen. Beeindruckend: Alle singen traditionell aber immer noch ein gemeinsames Lied.

An das großartige Musikprojekt "Zauberflöte" von 1993 erinnert noch ein T-Shirt, welches wir mit Regelmäßigkeit bei öffentlichen Anlässen in Salzwedel und in Ikast tragen, um an die Langjährigkeit unserer Beziehungen zu erinnern.

Martin Gille trägt hier das symbolische Shirt von 1993,

hier mit Antonia Schwede in einer Pause im Ikast-Gymnasium (Jan 1997)

 

Ich war seit dieser Zeit in meiner Funktion als Koordinator unter anderem verantwortlich für die Vorbereitung und Organisation der Partnerschaft mit Dänemark und arbeitete eng mit Frau Regitze Aegidius (Englisch/Deutsch), verantwortliche Koordinatorin auf dänischer Seite, zusammen.

Regitze war es auch, die mit ihrer Deutsch-Klasse und Lars Kjaergaard (Geografie) im September 1994 mit einer größeren Gruppe dänischer Jugendlicher Salzwedel besuchte. Die deutschen Schüler waren sehr aufgeregt, zum ersten Mal ausländische Schüler privat aufzunehmen. Manche renovierten sogar noch ihr Zimmer (z. B. Tobias Hartmann). Ich erinnere mich, dass die begleitenden dänischen Lehrer mir die Skepsis ihrer dänischen Schüler verrieten, sich an einer Fahrt nach Salzwedel zu beteiligen. Für die meisten war es die erste Fahrt in ein östliches Bundesland und mit durchaus kuriosen Vorstellungen – wie die dort wohl leben – behaftet! Entscheidend war aber dann, dass ausnahmslos alle Teilnehmer von der Herzlichkeit der Gasteltern und dem Programm tief berührt waren. Die Unterbringung erfolgte nicht nur bei Gastgebern in Salzwedel, sondern stets auch bei Schülern, die auf dem Land wohnten. Das entsprach auch genau den Bedingungen, die wir in Ikast erlebten (Einzugsbereich ca. 40km, tägliches Nutzen des Schulbusses etc.). Neben einer Stadtführung durch Salzwedel, einem Betriebsbesuch und einer Exkursion in den Harz standen auch Hospitationen und Beteiligung am Deutschunterricht auf dem Programm. Erstaunt war ich in einer Deutschstunde, als ich mit den dänischen Schülern thematisch an Gedichten von Dissidenten wie Wolf Biermann und Günter Kunert arbeiten sollte, auf welchem Niveau eine dänische Klasse deutsch erlernte. Schließlich kannte ich nur den dänischen Satz "Jeg teller ikke dansk – ich spreche kein dänisch", der Rest war zwei Stunden Deutschunterricht pur!

Unterbrechungen dänischer Studienfahrten nach Salzwedel

Aber diese Besuchsreihe wurde von dänischer Seite nicht fortgesetzt. Jährlich durfte zwar eine deutsche Schülergruppe mit ca. 25 interessierten Schülern der Jahrgänge 10 und 11 nach Dänemark reisen, aber kein dänischer Gastgeber konnte Salzwedel besuchen. Im Schuljahresablauf der dänischen Schule gab es neben den thematischen Studienfahrten Probleme, eine zusätzliche Freistellung für Schüler zu ermöglichen.

Auf deutscher Seite fusionierten zum Schuljahr 1996/97 das Jahngymnasium und Albert-Schweitzer-Gymnasium. Ohne Wenn und Aber bekannte sich einstimmig die neue Gesamtkonferenz des Jahngymnasiums im November 1996 dazu, die partnerschaftliche Arbeit mit Dänemark fortzusetzen. Frau Rafalzyk nahm im April 1997 als neue Stellvertreterin des Schulleiters die Gelegenheit war, offiziell die Schulleitung in Ikast zu vertreten und das Interesse an der Zusammenarbeit von Salzwedeler Seite aus zu bekunden.

Ein neues Kapitel - Dänische Sportler zum Jahnsportfest

Um überhaupt Begegnungen von dänischen Jugendlichen in Deutschland zu ermöglichen, entstand eine neue Idee durch den Fachbereich Sport. Wenn deutsche Delegationen weiterhin für eine 5-Tage-Tour in jedem Jahr herzlich willkommen sind, dann laden wir die Dänen dafür jedes Jahr im September mit einer Mannschaft zum Jahnsportfest nach Deutschland ein (Volleyball, Leichtathletik). Damit war natürlich ein Höhepunkt für das größte Sportfest unserer Region geschaffen! Schulleiter Kurt Moeller Pedersen nahm selbst als Ehrengast am Jahnsportfest 1997 teil und konnte sich trotz eines Wolkenbruchs von der hervorragenden Organisation des Sportfestes überzeugen. Er reiste im September 1997 mit sehr professionellen Spielerinnen und Spielern an. Der Besuch war kurz: Die Schüler lebten in der Regel für 3 Tage mit 2 Übernachtungen bei deutschen Schülern an. Sie hatten einen Tag für eine Stipp-Visite durch Salzwedel zur Verfügung, einen Wettkampftag mit abendlicher Feier und schließlich einen halben zweiten Wettkampftag. Dann reiste die Mannschaft wieder ab. Auf der Rückfahrt hatten die dänischen Sportler schwere Lasten zu tragen, nicht nur Gastgeschenke ihrer Gastgeber, sondern stets die begehrten Volleyball-Pokale. Damit war allerdings zum Jahnsportfest 1999 Schluss. Aase Oerhoj (Sportlehrerin und Betreuerin der Sportler) begründete in einem Gespräch mit Kultusminister Harms der Presse, dass Dänemark in diesem Jahr ohne Volleyballer, sondern "nur" mit 12 guten Leichtathleten anreise. Schließlich wurden die Dänen gerade dänischer Meister aller Schulen. Minister Harms empfand das als äußerst faire Geste der Dänen (Jeetze-Kurier vom 20.09.99).

Für eine intensive Fortsetzung der Beziehungen hatte die jährliche Teilnahme am Sportfest auch eine Kehrseite: Die teilnehmenden dänischen Sportler waren in Ikast nicht automatisch immer die Gastgeber der deutschen Schüler für die künftige Studienfahrt, sodass es für Regitze Aegidius in Ikast immer schwieriger wurde, 25 dänische Gastgeber zu finden, die selbst keine Möglichkeit erhielten (außer als gemeldeter Sportler), Salzwedel zu besuchen. Außerdem war der Aufenthalt der Sportmannschaften vom Umfang und Programm her mit einer Studienfahrt zum Kennenlernen des Schulsystems nicht unbedingt vergleichbar. Das Problem spitzte sich für Regitze deutlich zu, sodass eine Fortsetzung des Austauschs durch diesen Umstand bedroht war.

Vier mal, von 1997 bis 2000 besuchten uns also Sportmannschaften aus Ikast, dann wurde gemeinsam eine neue Überlegung angestellt.

Einladungen zu feierlichen Anlässen

Das Jahngymnasium ließ es sich nicht nehmen, die traditionelle Bedeutung der Zusammenarbeit auch damit zu bekunden, dass stets zu wichtigen feierlichen Höhepunkten Gäste aus Dänemark geladen waren. Die Einweihung des sanierten Jahngymnasiums war ein lang ersehnter Traum aller Schüler und Lehrkräfte. Herr Kurt Moeller Pedersen (Schulleiter Ikast) ließ sich durch Tonny Hansen (Deutsch/Geografie) vertreten. Tonny war mit seiner Familie auf Wochenend-Besuch in Salzwedel und von Stadt und Schule sehr angetan. Das Publikum in der Feierstunde hingegen war wiederum von ihm und seiner sehr feierlichen Grußbotschaft in deutscher Sprache begeistert, in der er sich deutlich von dänischer Seite für eine weitere Zusammenarbeit aussprach.

Im März 2000 nahm dann Herr Aschmann auf Einladung des dänischen Schulleiters an einem Schüleraustausch nach Ikast teil, um auch in Dänemark unsere Haltung zur Fortsetzung des Austauschs zu unterstreichen.

Erwarteter Durchbruch – Studienfahrten auf beiden Seiten

Schließlich entstand nach vielen Gesprächen und Briefen ein Konzept, welches einen gegenseitigen Besuch einer interessierten Schülergruppe von ca. 20-25 Schülern im jährlichen Wechsel ermöglichen sollte.

Im September 2001 begrüßten wir erstmals wieder seit 1994 eine dänische Schülergruppe, von den Lehrern Regitze Aegidius und Nis Hauberg (Deutsch/Geschichte) begleitet. Vier Tage standen für ein Kennenlernen der Schule, des Schulsystems, der Familien, der Kerzenfabrik Salzwedel und einer Exkursion in den Harz zur Verfügung.

Beide Gymnasien einigten sich schnell auf einen festen Besuchsrhythmus, immer unter dem Aspekt, schulorganisatorische Belange der jeweils anderen Schule (z.B. Abiturprüfungen, Reisewoche etc.) stets zu respektieren.

Seit 2001 reisen wir also mit deutschen Schülerinnen und Schülern im Januar nach Ikast, um die dänischen Gastgeber dann im September/Oktober des folgenden Schuljahres in Salzwedel zu erwarten.

Sichtbares Zeichen zum 10. Jahrestag

Aus Anlass des 10. Jahrestages hatte der Schüler Johannes Brattke (selbst Ikast-Kenner) die grandiose Idee, einheitliche T-Shirts anfertigen zu lassen, die auf das Gründungsdatum verweisen sollen. Schnell wurde der Slogan "Freundschaft seit 1993Ikast und Jahngymnasium Salzwedel" gefunden. Noch immer tragen wechselseitig dänische und deutsche Schüler an einem Tag in der Schule dieses hellblaue Shirt, natürlich auch um überall gesehen zu werden. Dank sei an dieser Stelle dem Sponsor, dem Schulförderverein des Jahngymnasiums, gesagt!

 

Corinna Pollehn und ihr dänischer Gast mit dem Shirt

Die Fortsetzung der Schulpartnerschaft stand mit der Zusammenlegung des Jahn- und des Kollwitzgymnasiums zum Schuljahr 2004/05 nicht zur Disposition. Schüler und Lehrer des ehemaligen Käthe-Kollwitz-Gymnasiums wurden sofort in diesen Austausch integriert.

Auf Lehrerseite erlebte ich von vielen die Bereitschaft, die Fahrt zu begleiten und als Gastgeber beim Gegenbesuch zu agieren! Dank sei an dieser Stelle allen meinen Kolleginnen und Kollegen gesagt, die mit viel Liebe und Mühe unsere dänischen Kolleginnen und Kollegen aufnehmen und verwöhnen, ohne ihre Arbeit in der Woche zu vernachlässigen. Lehrer des Jahngymnasiums sind schon lange in Dänemark als herzliche Gastgeber bekannt und jederzeit willkommen.

Bei der Organisation der Betreuung dieser Fahrt wird darauf geachtet, dass möglichst viele Lehrerinnen und Lehrer verschiedener Fachbereiche als Betreuer teilnehmen können, um ihnen einen Einblick in ein völlig anderes Schulsystem zu ermöglichen.

Im Oktober 2006 konnte sich eine kleine Mini-Gruppe von 13 Schülern mit den Lehrerinnen Ellen Roenhede (Geschichte/Sport) und Gitte Dolby (Deutsch/Englisch) davon überzeugen, wie wertvoll langjährige Verbindungen zum Jahngymnasium sein können. Tief beeindruckt war auch diese Gruppe von ihrem Exkursionstag an die Grenze (Grenzmuseum Helmstedt - Grenzanlagen Hötensleben - zum Abschluss Besuch der größten Grenzübergangsstelle in Marienborn), der seit drei Jahren zum festen Bestandteil des Programms in Deutschland gehört.

 

 

Oktober 2006 – Betroffenheit bei unseren Gästen im Grenzmuseum Helmstedt

Gitte Dalby meinte zu diesem Austausch u.a. in einer Dankesmail: "Der Kontakt zu euch ist alles andere als oberflächlich". Ein schöneres Kompliment kann eine Schule als Gastgeber nicht erwarten. Im Hintergrund agierte für diesen Gegenbesuch schon auf dänischer Seite eine neue Lehrkraft: Anette Soerensen (Englisch/Philosophie). Sie wurde vom Schulleiter beauftragt, alle internationalen Beziehungen des Ikast-Gymnasiums zu koordinieren. Anette konnte auf gute Erfahrungen und Materialien sowie Unterstützung von Regitze Aegidius aufbauen, der für die 13jährige Betreuung und Organisation (oft in Zusammenarbeit mit Carsten Thorsback – Französisch/Deutsch) ein großes Dankeschön ausgesprochen werden muss. Ohne engagierte Ansprechpartner auf dänischer Seite wie Regitze und Carsten hätten wir keinen so langjährigen Austausch gestalten können.

 

Dank für langjährige Koordination und Veränderung der Verantwortlichkeit

Mit diesem Wechsel war der Austausch nicht mehr eine Angelegenheit des Fachbereichs Deutsch in Dänemark, sondern ein Anliegen der ganzen Schule. Für die Inhalte der Programme bedeutete dieser Umstand lediglich, dass neben der Verkehrssprache Deutsch verstärkt die englische Sprache genutzt wird. Traditionelle gute Erfahrungen mit einzelnen Programmpunkten wurden fortgesetzt und durch neue Ideen erweitert. Anette Soerensen kannte ich nur vom Mailen aus der Vorbereitung zum Besuch im Oktober 2006 und zum Austausch im Januar 2007. Im ersten persönlichen Kontakt vor Ort wurde mir schnell klar, dass die Vorbereitung und Organisation in zuverlässige und engagierte Hände gekommen sind und eine Fortsetzung der Partnerschaft mit Salzwedel nicht in Gefahr ist.

Besuch eines mittelständischen Unternehmens – hier im Unternehmen " Ege Taepper"

Kaum waren die Dänen vor Beginn der Herbstferien 2006 wieder glücklich zu Hause, begann die erste Informations- und Werbeveranstaltung für den neuen Austausch. Das Interesse war riesig: 38 Schülerinnen und Schüler stellten einen Freistellungsantrag zur Teilnahme, leider musste am Ende für die 22 angebotenen Reiseplätze das Los entscheiden. Begleitet von Frau Meyer und meiner Person erlebten alle Beteiligten unvergessliche Tage! Schulleiter Kurt Moeller Pedersen (Dänisch/Englisch) begrüßte auf einer Schulversammlung die deutsche Delegation in deutscher Sprache und als Leckerbissen durften alle einen Ausschnitt aus dem seit Monaten von Schülern und Musiklehrern einstudierten Musical "Jesus Christ –

a Superstar" hören.

Deutlich war für alle Beteiligten, dass beide Schulen den Austausch als festen Bestandteil ihres Schullebens betrachten und fortsetzen möchten.

Die Festigung der Freundschaft zeigte sich letztlich wieder mit dem Besuch von 27 Schülern des 11. Jahrgangs im Januar 2010. Trotz härtester Witterungsbedingungen (Exkursionen an die Nord- und Ostsee waren für das traditionelle Unternehmen "Pachali-Reisen", besonders für Fahrer Frank Kadeki eine echte Herausforderung) war auch diese Fahrt ein voller Erfolg. Das Musical "Hair" konnte von allen Salzwedelern in der Herninger Kongresshalle (1000 Zuschauer) live erlebt werden. Deutsche Schüler staunten über soviel musikalische und tänzerische Professionalität!

Jens Andreas Andersen (Gestalter des Programms) sowie Schulleiter Kurt Moeller Pedersen und seiner Frau Gitte Dalby sei für herzliche Gastfreundschaft Dank gesagt. Vor Ort konnten Frau Inge Kausch und ich auf die Zukunft des Austauschs blicken, intensive Gespräche über Inhalte und Zukunft der Beziehungen führen, vor allem aber eins feststellen: Salzwedel-Kontakt ist für Ikast trotz attraktiver anderer Partnerschaften der Schule (z.B. zu den USA) aus dem traditionellen Schulleben nicht mehr wegzudenken.

Wer sich zum Schüleraustausch bewerben kann

Das setzt zunächst immer wieder Jahrgänge mit neugierigen und an Sprache und Kultur interessierten Schülern voraus:

Jeder Schüler des Jahrgangs 11 (gegenwärtige Beschlusslage des Jahngymnasiums) kann sich also zur Teilnahme bewerben und sich auf diesen Austausch vorbereiten. Englisch und Deutsch sind als Verständigungssprachen auf beiden Seiten kein Problem. Ein paar Höflichkeiten in dänischer Sprache lernt man noch ganz nebenbei dazu!

 

 

 

Zwischenbilanz in Zahlen (Stand: Winterferien 2010)

Auf 17 Besuchen in Ikast lernten ca. 400 Schüler und 25 Lehrkräfte verschiedener Fachbereiche das dänische Schulsystem, die besonderen Bedingungen am Ikast-Gymnasium, einen mittelständischen Betrieb, die Universitätsstadt Aarhus u.a. kennen. Der Abschied fällt in der Regel bei jedem Austausch schwer. Doch einigen Schülern gelingt es immer wieder, über die Begegnung hinaus Kontakte über E-Mail fortzusetzen. Da Ikast mit ca. 7 Stunden Fahrzeit relativ schnell erreichbar ist, gibt es so manches persönliche Wiedersehen, z.B. während der Sommerferien!

Ansprechpartner an der Schule

Weitere detaillierte Informationen zum Programm, zum Schulsystem und zu Eindrücken (Berichte, Fotos, Presseartikel) befinden sich auf unserer Homepage.

Für Fragen und Hinweise zum Kontakt stehe ich Elternhäusern, Kollegen, Schülern und interessierten Lesern unserer Homepage gern zur Verfügung.

Übersicht über bisherige Begegnungen:

Zeitraum

Besuch aus Dänemark

betreuende Lehrkräfte

März 1993

 

Vorgespräche:

Herr F. Rössing, Frau Röhl

Oktober 1993

 

1. Studienfahrt

Frau Prehm, Herr Malinowski

Juni 1994

1.Studienfahrt/ Deutschklasse

Regitze Aegidius, Lars Kjaergaard

 

März 1995

 

2. Studienfahrt

Frau Hoppe, Herr Reuleke

     

März 1996

 

3. Studienfahrt

Frau Röhl, Herr Malinowski

September 1996

1. Gegenbesuch/Sportfest

Regitze Aegidius, Carsten Thorsback und Kurt M. Pedersen (Schulleiter)

 

März 1997

 

4. Studienfahrt

Frau Kausch, Frau Rafalzyk

September 1997

2. Gegenbesuch/Sportfest

 

März 1998

 

5. Studienfahrt

Frau Grasmeier, Frau Röhl

September 1998

3. Gegenbesuch/Sportfest

 

März 1999

 

6. Studienfahrt

Herr Krause, Frau Vetter

September 1999

4. Gegenbesuch/Sportfest

 

März 2000

 

7. Studienfahrt

Herr Krause, Frau Staaks

Herr Aschmann

September 2000

5. Gegenbesuch/Sportfest

(letztmalig)

 

April 2001

 

8. Studienfahrt

Herr F. Rössing, Frau Kunert

September 2001

2. Studienfahrt (seit 1994)

Regitze Aegidius, Aage Christiansen

 

Februar 2002

 

9. Studienfahrt

Frau Lahne, Herr Malinowski

September 2002

3. Studienfahrt:

Nis Hauberg, Mads Brinkmann

 

Februar 2003

 

10. Studienfahrt

Frau Kausch, Herr Hundt

September 2003

4. Studienfahrt

Mads Brinkmann, Carsten Thorsback

 

Februar 2004

 

11. Studienfahrt

Frau Holst, Herr Malinowski

September 2004

5. Studienfahrt:

 

Februar 2005

 

12. Studienfahrt

Frau Prehm, Frau M. Schulze

September 2005

6. Studienfahrt:

Regitze Aegidius, Mads Brinkman

 

Februar 2006

 

13. Studienfahrt

Frau Lahne, Frau Konradt

Oktober 2006

7. Studienfahrt:

Gitte Dolby., Ellen Roenhede

 

Januar 2007

Koordinatorenwechsel:

von Regitze Aegidius zu

Anette Soerensen (En/Philo)

14. Studienfahrt

Frau Meyer, Herr Malinowski

September 2007

8. Studienfahrt:

Jens A. Andersen,

 

Januar 2008

 

15. Studienfahrt

Herr Kempke, Frau Konradt

September 2008

9. Studienfahrt:

Jens A. Andersen, Anette Soerensen

 

Januar 2009

 

16. Studienfahrt

Frau Ingelore Kausch,

Herr Dr. Vollmer

September 2009

10. Studienfahrt:

Jens A. Andersen,

Aase Graae-Michelsen

 

Jan/Feb. 2010

 

17. Studienfahrt

Frau Inge Kausch,

Herr Malinowski

September 2010

Fortsetzung folgt jährlich!